

Dr. Bruno Watschinger, Facharzt für Innere Medizin der Klinischen Abteilung für Nephrologie und Dialyse am AKH Wien
Zur medikamentösen Therapie des Bluthochdrucks steht mittlerweile eine ganze Reihe von Präparaten zur Verfügung, die je nach Höhe des Drucks und des Vorliegens weiterer Erkrankungen der Patienten verordnet werden. Im Klinikguide.at-Talk erzählt Dr. Bruno Watschinger worauf man achten muss.
Das Wichtigste bei der Behandlung ist? Zur medikamentösen Therapie des Bluthochdrucks steht mittlerweile eine ganze Reihe von Präparaten zur Verfügung, die je nach Höhe des Drucks und des Vorliegens weiterer Erkrankungen der Patienten verordnet werden. Die Medikamente müssen allerdings auch regelmäßig und vor allem dauerhaft eingenommen werden, um einen optimalen Blutdruck zu erzielen.
Welche Medikamente gibt es? ACE-Hemmer: Diese Substanz blockiert das körpereigene Protein ACE. Dieses ist für die Herstellung des Hormons Angiotensin II zuständig (AT II). AT II verengt die Gefäße. Durch seine Ausschaltung bleiben die Gefäße weit und der Blutdruck sinkt. AT-II-Blocker: Blockieren die Bindungsstellen von AT II an den Blutgefäßen und senken so den Blutdruck. Diuretika: Entwässern den Körper. Die Flüssigkeitsbelastung in den Blutgefäßen nimmt ab, der Blutdruck sinkt. Kalzium-Antagonisten: Führen zu einer Entspannung der Muskelzellen der Blutgefäße und führen so zur Senkung des Blutdrucks.
Gibt es hier neue Verfahren? Ein relativ neues Verfahren zur dauerhaften Blutdrucksenkung ist die Ausschaltung bestimmter Nerven rund um die Nierenarterien. Die Nieren spielen über den Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes eine wesentliche Rolle in der Regulation des Blutdrucks.
Wie funktioniert das genau? Bei diesem Verfahren wird über einen Katheter, der über einen Nadelstich in der Leiste eingeführt und zu den Nierenarterien vorgeschoben wird, ein Teil des Nervengeflechts rund um die Nieren ,lahmgelegt’. Dies führt zu einer dauerhaften und wirksamen Senkung des Blutdrucks. Das Verfahren ist nebenwirkungsarm und gut wirksam. Dennoch kann und soll es eine Blutdrucksenkung mithilfe von Lebensstilmaßnahmen und Medikamenten nicht ersetzen, aber gefährlich hohe Blutdruckwerte verhindern helfen.
Dr. Bruno Watschinger ist Facharzt für Innere Medizin der Klinischen Abteilung für Nephrologie und Dialyse am AKH Wien. Zudem ist Watschinger Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Hypertensiologie. Infos: www.hochdruckliga.at. Hier finden Sie auch weitere Informationen zum Thema und können Ihr eigenes Risiko berechnen sowie Behandlungsmöglichkeiten nachlesen.
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Klinikguide.at-Autorin: Sabine Fisch
Bildnachweise:
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